Laufende Wohnkosten vollständig erfassen
Beginnt mit der Kaltmiete und den ausgewiesenen Nebenkosten. Fragt nach, welche Heiz- und Betriebskosten enthalten sind und ob Strom, Internet oder andere Posten separat angemeldet und bezahlt werden. Erst daraus entsteht euer tatsächlich relevanter monatlicher Rahmen.
Vergleicht Angebote anhand derselben Kostenarten. Eine scheinbar höhere Warmmiete kann anders zusammengesetzt sein als ein Angebot, bei dem mehrere Positionen noch hinzukommen. Vermeidet Hochrechnungen, wenn Angaben fehlen, und fragt stattdessen konkret nach.
Einmalige Ausgaben als eigene Liste planen
Zur Gründung können Kaution, Umzug, Einrichtung oder gemeinsam genutzte Haushaltsgegenstände gehören. Was tatsächlich anfällt, hängt von der Wohnung und euren Vereinbarungen ab. Erstellt eine Liste mit verbindlichen Ausgaben und solchen, die ihr gemeinsam entscheiden könnt.
Bei gemeinsamen Anschaffungen solltet ihr vor dem Kauf festhalten, wer bezahlt, wem der Gegenstand gehört und was bei einem Auszug geschieht. Das verhindert spätere Diskussionen.
Kaution und Mietsicherheit verstehen
§ 551 BGB begrenzt eine vereinbarte Mietsicherheit für Wohnraum grundsätzlich auf das Dreifache der auf einen Monat entfallenden Miete ohne ausgewiesene Betriebskosten. Eine Geldkaution kann in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen geleistet werden; die erste ist zu Mietbeginn fällig.
Wie eure Gruppe die Zahlung intern aufteilt und wer sie gegenüber dem Vermieter leistet, solltet ihr anhand des konkreten Vertrags klären. Die gesetzliche Übersicht ersetzt keine Prüfung eures individuellen Falls.
Ein realistisches Gruppenbudget aufstellen
Jede Person sollte ihre eigene Obergrenze nennen, bevor ihr das Gesamtbudget bildet. Berücksichtigt dabei nicht nur die Miete, sondern auch eure übrigen Lebenshaltungskosten. Die kleinste verbindliche Obergrenze kann für die gemeinsame Suche wichtiger sein als ein optimistischer Durchschnitt.
In mate before flat speichert ihr Kaltmiete und Nebenkosten pro Anzeige. Die Warmkosten werden sichtbar mit dem Gruppenbudget verglichen, damit ihr unpassende Wohnungen früh erkennt.